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     Tiefe Quinten   [30.04.2015]

 

Der ausgehaltene lange Ton formt und festigt den Hornklang. Den Ton formen bedeutet, dass durch konzentriertes sich selber zuhören der Ton in seinem Klangideal ist und die Intonation gleich bleibt. Den Ton festigen heißt "lernen durch Wiederholung". Der ausgehaltene Ton erklingt nach jeder Sequenz einen Halbton tiefer.

Der kurze höhere Ton unterstützt die Qualität des langen Tons. Einfache lange Töne in Halbtonschritten absteigend birgen die Gefahr einer stetig schlechter werdenden Tonqualität. Die Quinte bietet zu dem einen optimalen Tonabstand um nicht auf ähnlichen Nachbartönen wiederum stetig schlechter zu werden bzw. in großen Intervallen den Ansatz in der Umsetzlage zu erschweren. Andererseits spricht der lange tiefe Ton leichter an, wenn zuvor der kurze höhere Ton sicher angespielt wird. Sozusagen ein Stützton.
Für eine reine Intonation ist die Quinte neben der Prime und der Oktave das wichtigste Intervall.

Der Rhythmus gibt der Übung eine Struktur und ein Ziel in einer angemessenen Länge. Die Viertelnote kann z.B. durch zwei Achtelnoten variiert werden.

Die vielen langen Töne in dieser Übung unterstützen selbstverständlich das tägliche "Töne aushalten". Die Pausen beugen einer Verkrampfung des Lippenmuskels vor.

[25.01.2015]

 

Die Übung Tiefe Quinten mit einer rhythmischen Komponente. Die Achtel erzwingen einen dichten Quintsprung.

 

 

    Variante   [18.12.2014]

 

In dieser Variante kann die kleine Oktave unterhalb der Mittellage des Horns ausgebildet werden. Es geht darum diesen Tonraum grundlegend aufzubauen. Hierbei wird nicht mit kurzen Tonleitern bzw. Nachbartönen die Tiefe sequentiell forciert, sondern mit einem dicht gespielten Quintsprung. Zu den kurzen Tonleitern geht es hier.

Diese Übung geht davon aus, dass bei c' und g' kein Spielproblem besteht. Von den Tönen c' und g' geht die Übung Schritt für Schritt zu den tieferen Quinten. Sprechen die Töne in der Tiefe nicht mehr an oder klingen sie eng, dann ist die Übung zu beenden und am folgenden Tag zu wiederholen. Ein Übe-Erfolg sollte in kleinen Schritten bereits in wenigen Tagen erfahrbar sein. Der gesamte Oktavbereich kann natürlich deutlich längere Übezeit erfordern.

Die Dynamik ist zunächst im bequemen mf zu wählen und später im p zu variieren.

Im Zweifelsfall ist für die Ausbildung dieses Tonraums immer ein guter Hornpädagoge zu Rate zu ziehen !

 

 

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